Sprachassistenten werden sowohl zur internen Kommunikation in Unternehmen als auch im Kundenservice immer häufiger eingesetzt. Doch neben den zahlreichen Vorteilen und der Verbesserung von Unternehmensprozessen führt der Einsatz von Sprachassistenten gerade in Bezug auf Sicherheit zu Besorgnis in vielen Unternehmen.

 

 

Oftmals herrscht Unsicherheit, welche Daten von Sprachassistenten erfasst werden, wie diese verarbeitet werden und ob die Sicherheit der Daten gewährleistet ist. In diesem Artikel erfahren Sie, auf welche Punkte Sie beim Einsatz von Sprachassistenten zur Sicherheit in Ihrem Unternehmen achten müssen.

 

 

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Welche Daten sammeln Sprachassistenten?

 

Bevor wir uns damit beschäftigen, welche Bedenken es bezüglich der Sicherheit von Sprachassistenten in Unternehmen gibt, ist es wichtig, zu wissen, welche Daten überhaupt von Sprachassistenten gesammelt werden.

 

  • Daten der Sprachaufzeichnungen: Sprachassistenten nehmen Gespräche in der Regel nur auf, wenn Sie zuvor aktiviert wurden. Je nach Sprachassistent erfolgt die Aktivierung durch ein Codewort wie “Hey Alexa” oder “Okay Google”. Sobald der Sprachassistent dieses Codewort wahrnimmt, zeichnet er die Audiosignale seiner Umgebung auf. Das bedeutet alle Fragen, Sprachbefehle oder auch Gespräche, die in diesem Zeitraum stattfinden, werden aufgezeichnet. Somit werden Daten zu Ihren Suchanfragen, Einkäufen oder erstellten Terminen gesammelt.

 

  • Daten des Nutzerprofils: Weniger offensichtlich, aber dennoch nicht zu vernachlässigen, ist das Speichern von persönlichen Nutzerdaten. Bei der Bedienung eines Sprachassistenten sind die Nutzer in der Regel mit Ihrem persönlichen Profil eingeloggt. Das bedeutet, dass Sie zuvor ein Nutzerkonto erstellt haben und dort Daten wie Kontoverbindung, E-Mail oder Anschrift hinterlegen.

 

  • Daten zur Internetverbindung: Zusätzlich werden auch Daten zur Internetverbindung gesammelt. Hierzu gehört zum Beispiel die IP-Adresse.

 

 

Die Daten werden an einen Server geschickt und in der Cloud verarbeitet. In der Regel werden diese Daten nicht umgehend gelöscht, sondern zumindest zeitweise gespeichert.

 

 

Sicherheitsbedenken gegenüber Sprachassistenten?

 

 

Da beim Einsatz von Sprachassistenten eine Vielzahl von Daten erfasst, verarbeitet und gespeichert wird, ergibt sich hieraus die Frage, ob der Einsatz für Unternehmen sicher ist.

 

Generell muss für diese Frage zwischen zwei verschiedenen Anwendungsbereichen unterschieden werden: der internen und der externen Nutzung.

 

 

 

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Bedenken bei der internen Nutzung

 

Bei der internen Nutzung werden die Sprachassistenten von Unternehmen zur Organisation und Vereinfachung der internen Kommunikation verwendet. Das kann zum Beispiel das Suchen nach Informationen oder das Planen von Meetings sein.

 

 

Eine Speicherung dieser Anfragen auf externen Servern führt bei vielen Unternehmen zur Besorgnis. Zum einen könnten durch die Verarbeitung und Speicherung in der Cloud Sicherheitslücken entstehen und so sensible Unternehmensdaten in die falschen Hände geraten.

 

 

Zum anderen könnte die Aufzeichnungen zur Erstellung von sogenannten Fake Recordings genutzt werden. Dies sind künstlich erzeuget Sprachaufnahmen, die jedoch authentisch wirken und somit zum Vortäuschen von Sachverhalten verwendet werden könnten. 

 

 

 

Bedenken bei der externen Nutzung

 

 

Bei der externen Nutzung werden Sprachassistenten im Kundenservice eingesetzt. Dies kann bei Terminvereinbarungen oder für Servicedienstleistungen vor Ort genutzt werden. So kann ein Sprachassistenten im Hotel beispielsweise auf Nachfrage Informationen über das Hotel oder die Umgebung bieten.

 

 

Bei der externen Nutzung spielt vor allem das Thema DSGVO eine große Rolle. Wenn Unternehmen personenbezogene Daten erheben, verarbeiteten oder nutzen, so sind diese verpflichtet sich an datenschutzrechtliche Standards zu halten.

 

 

Da die Daten in der Regel durch einen Drittanbieter und nicht durch das Unternehmen selbst verarbeitet werden, ist es umso wichtiger, die Einhaltung der Datenschutzrichtlinien zu garantieren.

 

 

Übrigens: Alle Onlim Produkte sind DSGVO konform.

 

 

 

Vielversprechende Lösungsansätze für die Sicherheit von Sprachassistenten

 

Es sind somit also hauptsächlich die Themen Datenverarbeitung und Speicherung, die zu Bedenken in vielen Unternehmen führen und für die es bereits viele spannende Lösungsansätze gibt.

 

 

 

 

Ein Projekt der TU Darmstadt und der Hochschule Rosenheim versucht beispielsweise die Sicherheitsrisiken von Sprachassistenten einzudämmen- Die Softwarearchitektur “Voice Guard” ermöglicht es, die Sprachverarbeitung vollständig zu isolieren und damit sämtliche Daten zu schützen – und das sogar in Echtzeit.

 

 

Ein weiteren interessanteren Ansatz bietet Mycroft Mark II. Dieser Sprachassistent setzt im Gegensatz zu den meisten Modellen seiner Mitbewerber auf eine quelloffene Software. Dadurch können Nutzer den Sprachassistenten so einstellen, dass die Daten nicht an die Cloud geschickt werden, sondern lokal verarbeitet werden.

 

 

Je nach Anwendungsfall unterscheiden sich somit die Sicherheitsvorkehrungen und Maßnahmen, die getroffen werden müssen, um Sprachassistenten im Unternehmen einsetzen zu können. Wir beraten Sie gerne, welches Setup für Sie infrage kommt.

 

 

 

 

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