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Sprachsuche – Nutzung, Effektivität und Herausforderungen

Sprachassistenten gewinnen in den letzten Jahren zunehmend an Beliebtheit. Virtuelle Assistenten wie Cortana, Siri, Viv, Amazon Alexa und Google Search/Now haben ebenfalls dazu beigetragen, das Verwenden der Sprachsuche zu erleichtern. Diese virtuellen Assistenten ermöglichen es Benutzern, Fragen direkt ins Mikrofon ihres Geräts zu sprechen anstatt diese selbst eintippen zu müssen.

 

 

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So verwenden wir die Sprachsuche

 

Die Anzahl der Nutzer steigt stetig und lässt sich hauptsächlich in vier Kategorien aufteilen: Lokale Informationen, Spaß/Unterhaltung, kleine Organisationsaufgaben sowie allgemeine Informationen.

 

Nutzer stellen die meisten Sprachsuchen im Konversationston. Bisher kommt die Sprachsuche vor allem auf Smartphones und Laptops zum Einsatz. So suchen Nutzer zum Beispiel häufig nach einem Service oder Geschäft in der Nähe.

 

Die meistgestellten Anfragen von Teenagern als auch von Erwachsenen sind: Jemanden anrufen, nach dem Weg fragen, einen Song spielen, die Zeit überprüfen und Filmzeiten herausfinden.

 

Erwachsene nutzen die Sprachsuche jedoch bisher häufiger als Teenager. Die meisten Antworten des Sprachassistenten stammen von empfohlenen “Snippets” (87 %). Diese stammen aus einem Block von Google-Suchergebnissen, die in der Ergebnisliste ganz oben angezeigt werden.

 

 

Wie effektiv werden Sprachsuchen sein?

 

In Zukunft kann die Sprachsuche Menschen mit körperlichen Behinderungen und Blinden helfen, ein gewisses Maß an Unabhängigkeit zu erlangen. Denn durch die Suche per Sprache ist der Zugriff auf das Internet auch ohne den Einsatz einer Tastatur möglich.

 

Darüber hinaus spart die Sprachsuche Zeit für Menschen, die in rechercheintensiven Berufen arbeiten. So müssen Ärzte zum Beispiel keine Suchanfragen mehr im Browser eingeben, sondern können ihren virtuellen Assistenten direkt sagen, wonach sie suchen und so deutlich effektiver arbeiten.

 

Doch nicht nur Berufsgruppen wie Ärzte profitieren von der Zeitersparnis. Menschen können im Schnitt 150 Wörter pro Minute sprechen. Die Geschwindigkeit beim Schreiben beträgt gerade mal 40 Wörter pro Minute. Das macht die Sprachsuche deutlich schneller als die gewohnte Suche per Text.

 

In den Anfängen dieser Technologie war es schwierig, die passenden Antworten zu geben, da es Probleme mit der Spracherkennung gab. Mittlerweile liegt die Genauigkeit bei rund 95%. Dies bedeutet, dass jede Sprachsuche eine Fehlerrate von nur 5 % besitzt.

 

 

Zu erwartende Fortschritte in den Bereichen der Künstlichen Intelligenz und der natürlichen Sprachverarbeitung werden die Fehlerquote der Sprachsuche in Zukunft weiter sinken lassen.Click To Tweet

 

 

Herausforderungen

 

Das Verwenden einer Vielzahl unterschiedlicher Formulierungen kann zunächst zu weniger Suchanfragen führen. Da der Content bisher noch nicht für die Sprachsuche optimiert ist, wird es in Übergangsphase oft passieren, dass eine Anfrage zu keinen Ergebnissen führt und der Nutzer vor der Herausforderung steht, die richtigen Informationen zu erhalten.

 

Im Gegensatz zu den traditionellen Suchanfragen, die aus zwei bis fünf Wörtern bestehen, sind Sprachsuchen meist vollständige Sätze. Diese Veränderung im Suchverhalten wird einen großen Einfluss auf SEO nehmen.

 

 

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Mobilfreundliche Websites

Derzeit liegt die Anzahl der Sprachsuchen mit dem Smartphone bei 20%. In Zukunft wird jedoch von einer deutlichen Steigerung der mobilen Nutzung ausgegangen.

 

Eine weitere Herausforderung wird es daher sein, auch Ergebnisse von Seiten zu erhalten, die nicht für Mobile optimiert sind. So können zum Beispiel Flash-Elemente nicht von den Suchmaschinen gelesen werden. Ein weiteres Problem sind unkomprimierte Bilder. Sie erhöhen die Ladezeit einer Website deutlich.

 

Diese und weitere Faktoren können die Absprungrate auf deiner Website erhöhen. 40 % der Nutzer verlassen eine Seite, wenn sie länger als drei Sekunden lädt.

 

Websites mit Flash- und nicht abrufbaren Ressourcen werden daher möglicherweise nicht oben in den Suchergebnissen der Sprachsuche angezeigt, da Sie für Smartphone-Nutzer nicht zugänglich sind und ihnen nicht das gewünschte Nutzererlebnis liefern können.

 

Es ist klar, dass die Sprachsuche in Zukunft vor allem in der mobilen Nutzung eine entscheidende Rolle spielen wird. Daher besteht ein großer Bedarf daran, dass Websites responsiv aufgebaut sind und für die Nutzung von mobilen Geräten optimiert werden.

 

 

 

 

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About the Author:

Stephanie is Digital Marketing Manager at Onlim. She holds a degree in International Economics & Business and her interests lie particularly within social media, content marketing, startups, new developments and everything that's happening online.
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