Zertifizierte Agentic AI

Sicherheit als Grundlage für skalierbare Automatisierung

AI Agents – die nächste Entwicklungsstufe der Conversational AI – werden zunehmend in produktive Unternehmensprozesse integriert. Sie beantworten Kundenanfragen, unterstützen Service-Teams, automatisieren wiederkehrende Anliegen – und handeln dabei zunehmend eigenständig: Sie greifen auf interne Wissensquellen zu, stoßen Prozesse an und arbeiten über verbundene Systeme hinweg.

Genau diese Autonomie verschiebt den Maßstab. Der erfolgreiche Einsatz entscheidet sich nicht mehr nur an Funktionalität und Automatisierungsgrad, sondern an Sicherheit, Datenschutz und Nachvollziehbarkeit. Für Unternehmen läuft das auf eine zentrale Frage hinaus: Wie lässt sich Agentic AI sicher, kontrolliert und verlässlich einsetzen?

Zertifizierungen und geprüfte Sicherheitsstandards geben darauf eine belastbare Antwort. Sie schaffen Transparenz, geben Orientierung bei der Anbieterauswahl und belegen, dass Informationssicherheit systematisch und nicht nur punktuell umgesetzt wird.

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Warum Zertifizierungen bei Agentic AI immer wichtiger werden?

Diagramm zur Integration von AI Agents in produktive Unternehmenssysteme, darunter CRM, Kalender, Ticketing, Wissensbasis, Datenbank und menschliche Kontrolle, verbunden mit einem zentralen autonomen AI-Agent-Kern mit LLM und Guardrails.

KI-gestützte Kommunikation ist längst kein reines digitales FAQ-Tool mehr. Aus klassischen Chatbots und Voicebots sind AI Agents geworden, die im Kundenservice, im Vertrieb, im internen Support, im Gesundheitswesen oder in der öffentlichen Verwaltung handeln – also genau dort, wo personenbezogene oder geschäftskritische Informationen verarbeitet werden.

Dabei sind diese Agenten selten isoliert: Sie hängen an CRM-Systemen, Kalendern, Ticketing-Tools, Datenbanken oder Wissensmanagement-Systemen. Und je autonomer sie agieren, desto höher der Einsatz. Ein System, das nicht nur antwortet, sondern eigenständig Prozesse anstößt und in angebundene Systeme schreibt, braucht stärkere Leitplanken als ein reines Auskunfts-Tool. Damit wird der Nachweis, dass Informationen, Systeme und Zugriffe strukturiert geschützt sind, zur Grundvoraussetzung.

Für Unternehmen sind Zertifizierungen deshalb mehr als ein Vertrauenssignal. Sie werden zu einem konkreten Entscheidungskriterium in IT-, Compliance-, Datenschutz- und Einkaufsprozessen.

ISO 27001: Informationssicherheit systematisch managen

Visualisierung der ISO-27001:2022-Zertifizierung anhand des PDCA-Zyklus – Plan, Do, Check, Act – mit zentralem ISO-27001-Badge sowie den Vorteilen: externes Audit, kontinuierlicher Prozess, Risikomanagement und regelmäßige Überwachungsaudits.

Eine der wichtigsten Zertifizierungen in diesem Bereich ist ISO 27001. Sie steht für ein strukturiertes Informationssicherheits-Managementsystem (ISMS) und belegt, dass Risiken, Verantwortlichkeiten, Prozesse und Schutzmaßnahmen systematisch betrachtet und regelmäßig überprüft werden.

Wichtig ist die Abgrenzung: ISO 27001 ist kein Datenschutz-Zertifikat. Im Mittelpunkt steht die Informationssicherheit – also der Schutz von Informationen und Systemen durch definierte Prozesse, Kontrollen und Verantwortlichkeiten. Datenschutzanforderungen wie die DSGVO müssen zusätzlich abgedeckt werden (dazu unten mehr).

Die Zertifizierung folgt einem strukturierten Prüfprozess: Unternehmen bauen ein ISMS auf, identifizieren relevante Risiken, definieren Sicherheitsmaßnahmen und dokumentieren deren Umsetzung. Dieses System wird anschließend durch eine unabhängige externe Stelle auditiert. ISO 27001 ist damit kein Selbstauskunfts-Siegel, sondern ein extern geprüfter Nachweis nach einem anerkannten Standard – verstanden als kontinuierlicher Managementprozess, nicht als einmaliges Projekt.

Datenschutz und DSGVO: Sicherheit braucht mehr als ein Zertifikat

Infografik zu DSGVO und Datenschutz bei AI Agents, mit Schwerpunkten auf EU/EWR-Hosting, Datenminimierung, Auftragsverarbeitung (AVV), Zugriffskontrollen sowie regulatorischer Ausrichtung an DORA, EU AI Act und DSGVO – für Branchen wie Gesundheitswesen, Finanzdienstleistung und öffentliche Verwaltung.

Eine ISO-27001-Zertifizierung liefert einen wichtigen Sicherheitsnachweis – ersetzt aber keine saubere DSGVO-Umsetzung. Datenschutz muss organisatorisch, technisch und vertraglich zusätzlich verankert sein.

Bei AI Agents heißt das: Unternehmen müssen wissen, welche Daten verarbeitet werden, wo das geschieht, welche Systeme angebunden sind und welche Verantwortlichkeiten gelten. Dazu gehört auch der Ort der Datenverarbeitung. Werden Daten innerhalb der EU bzw. des EWR verarbeitet, erleichtert das Datenschutz-, Compliance- und Prüfprozesse spürbar – gerade in sensiblen Use Cases ist der Datenstandort daher kein technisches Detail, sondern ein echtes Entscheidungskriterium.

Hinzu kommen klare Regelungen zu Auftragsverarbeitung, Datenminimierung, Zugriffskontrolle, Speicherung, Löschung und Transparenz. Besonders relevant wird das in regulierten Branchen wie Gesundheitswesen, Finanzdienstleistung, öffentlicher Verwaltung oder Energieversorgung. Sichere Agentic AI entsteht also nicht durch eine einzelne Maßnahme, sondern durch das Zusammenspiel aus Zertifizierungen, Datenschutzprozessen, technischer Architektur und klarer Governance.

Welche Sicherheitsnachweise Unternehmen bei AI-Anbietern prüfen sollten

Schichtendiagramm der Sicherheitsarchitektur für Agentic AI mit fünf Ebenen: Infrastruktur (EU-Hosting, AES-256, TLS), Zugriffskontrollen (RBAC, MFA, SSO), Monitoring und Audit (24/7-Logging, Pentest), KI-Guardrails (RAG, Grounding) sowie Governance und Compliance (ISO 27001, DSGVO, AVV).

Bei der Auswahl eines Anbieters zählen nicht nur Funktionsumfang, Integrationen und Benutzerfreundlichkeit – sondern auch, ob die Lösung sicher, kontrollierbar und prüfbar betrieben werden kann. Relevante Prüfpunkte:

  • Liegt eine ISO-27001-Zertifizierung oder ein vergleichbarer, extern geprüfter Sicherheitsnachweis vor?
  • Was genau ist zertifiziert – das Unternehmen, bestimmte Prozesse oder einzelne Plattformbereiche?
  • Wie aktuell ist die Zertifizierung, und werden regelmäßige externe Audits durchgeführt?
  • Gibt es klare Rollen- und Zugriffskonzepte?
  • Wie werden Kundendaten verarbeitet, gespeichert und geschützt – und wo findet das Hosting statt?
  • Gibt es Auftragsverarbeitungsvereinbarungen (AVV/DPA) und DSGVO-konforme Prozesse?
  • Wie werden Wissensquellen kontrolliert und freigegeben?
  • Welche Aktionen darf der Agent ausführen – und wie sind Monitoring, Logging und Eskalation geregelt?

Diese Fragen helfen, AI-Lösungen nicht nur technisch, sondern auch organisatorisch und regulatorisch einzuordnen.

Sicherheit bei AI Agents

Agentic AI stellt besondere Anforderungen an die Sicherheit, weil die Systeme direkt mit Menschen, Daten und Prozessen interagieren. Ein Agent auf der Website, am Telefon oder im Service gibt nicht nur Informationen aus, sondern kann Prozesse anstoßen, Anfragen weiterleiten und Daten aus verbundenen Systemen einbeziehen.

Je autonomer solche Systeme arbeiten, desto wichtiger werden klare Leitplanken: kontrollierte Wissensquellen, definierte Eskalationslogiken, Rollen- und Rechtekonzepte sowie transparente Integrationen. Ein leistungsfähiges Sprachmodell allein genügt dafür nicht. Entscheidend ist die Architektur rund um den Agenten: Welche Informationen darf das System nutzen? Welche Aktionen darf es ausführen? Wann übernimmt ein Mensch? Und wie wird sichergestellt, dass Antworten und Aktionen konsistent, nachvollziehbar und freigegeben sind?

Zertifizierungen als Entscheidungskriterium in Enterprise-Projekten

In Enterprise-Projekten sind Zertifizierungen häufig fester Bestandteil formaler Prüfprozesse. IT-Security, Datenschutz, Einkauf und Compliance bewerten nicht nur, ob eine Lösung technisch funktioniert, sondern auch, ob sie sich sicher in bestehende Strukturen integrieren lässt.

Zertifizierungen schaffen dafür eine gemeinsame Grundlage: Sie machen Sicherheitsstandards sichtbar, erleichtern interne Freigaben und reduzieren Unsicherheit bei der Anbieterauswahl. In regulierten oder sicherheitssensiblen Branchen – Healthcare, Finance, Insurance, Public Sector, Energieversorgung – sind solche Nachweise oft ausschlaggebend. Für Unternehmen heißt das: Sicherheit sollte nicht erst am Ende eines AI-Projekts geprüft werden, sondern von Beginn an Teil der Lösungsarchitektur sein.

Onlim-Logo mit schlichtem, abgerundetem Schriftzug in Kleinbuchstaben.

Onlim: Sicherheit an erster Stelle – zertifiziert nach ISO 27001:2022

Bei Onlim steht Sicherheit an erster Stelle. Das ist kein Anspruch auf Papier: Onlim ist nach ISO 27001:2022 zertifiziert und belegt damit ein extern geprüftes, systematisch betriebenes Informationssicherheitsmanagement für die Plattform. Ergänzend dokumentiert die Auszeichnung mit Cyber Trust Austria einen weiteren unabhängigen Sicherheitsnachweis.

Diese Nachweise sind in eine durchgängige technische und organisatorische Sicherheitsarchitektur eingebettet:

  • EU-Hosting – Betrieb ausschließlich in Rechenzentren innerhalb der EU
  • Verschlüsselung – TLS 1.2+ bei der Übertragung, AES-256 bei der Speicherung
  • Zugriffskontrollen – rollenbasierte Rechte, MFA und Least-Privilege-Prinzip
  • Monitoring & Logging – kontinuierliche Überwachung und Security Logging
  • Penetration Tests – regelmäßige unabhängige Sicherheitsprüfungen
  • Backup & Resilienz – Maßnahmen für Verfügbarkeit, Wiederherstellung und Betriebskontinuität

Beim Datenschutz setzt Onlim auf DSGVO-konforme Verarbeitung innerhalb der EU bzw. des EWR, Datenminimierung, konfigurierbare Aufbewahrungsfristen und volle Kundenkontrolle über Daten, Exporte und Löschungen. Für regulierte Branchen kommen eine DORA-orientierte Ausrichtung sowie EU-AI-Act-Readiness hinzu – mit risikobasierter Governance, Transparenz, Dokumentation und menschlicher Aufsicht.

Auf KI-Ebene bedeutet verantwortungsvoller Einsatz vor allem kontrolliertes Wissen und kontrolliertes Handeln: Onlim kombiniert Large Language Models mit Knowledge Graph, RAG und Grounding auf geprüften Wissensquellen, ergänzt um Prompt-Schutzmaßnahmen und Guardrails. So bleiben Antworten und Aktionen der AI Agents faktenbasiert, auditierbar und kontrollierbar – mit dem Menschen als letzter Instanz.

Relevante Security- und Compliance-Unterlagen wie das ISO-27001-Zertifikat, das Cyber-Trust-Austria-Zertifikat, das Data Processing Agreement (DPA) und die Technical & Organizational Measures (TOMs) stellt Onlim für Security Reviews und Datenschutzprüfungen strukturiert über das Trust Center bereit.

Fazit: Zertifizierungen schaffen Vertrauen in AI-Projekte

Fazit-Bild mit drei Vertrauenszertifizierungen für KI-Projekte: ISO 27001 (extern auditiertes Informationssicherheitsmanagement), Cyber Trust Austria (unabhängiges Sicherheitslabel) und DSGVO-konforme EU-Datenverarbeitung – mit den drei Säulen Transparenz, Skalierbarkeit und Kontrollierbarkeit.

Zertifizierungen ersetzen keine gute Implementierung – aber sie schaffen die Grundlage für Vertrauen, Transparenz und Skalierbarkeit. Gerade bei Agentic AI, die direkt mit Kund:innen, Mitarbeitenden, Daten und Prozessen interagiert und zunehmend eigenständig handelt, sind extern geprüfte Sicherheitsstandards ein entscheidender Faktor.

Unternehmen sollten deshalb nicht nur auf Funktionen und Automatisierungspotenzial achten, sondern darauf, ob ein Anbieter Sicherheit strukturiert, nachvollziehbar und langfristig umsetzt. Wer AI Agents nachhaltig einsetzen möchte, braucht mehr als innovative Technologie – nämlich eine sichere, zertifizierte und kontrollierbare Grundlage.

Quellen:

https://www.iso.org/standard/27001

https://commission.europa.eu/law/law-topic/data-protection_en

https://www.enisa.europa.eu/topics/artificial-intelligence-and-next-gen-technologies

https://www.nist.gov/itl/ai-risk-management-framework

https://dsb.gv.at/kuenstlichebrintelligenz/kuenstliche-intelligenz-datenschutz

https://sosafe-awareness.com/de/glossar/framework-iso-iec-27001-2022/

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