Sprachassistenten verändern die Relevanz der organischen Sucherergebnisse, erfordern ein Umdenken in der Content-Erstellung und ermöglichen ein neues Level an personalisierter Kommunikation.Click To Tweet
Das Forschungsunternehmen Juniper Research geht davon aus, dass bis 2023 acht Milliarden Sprachassistenten im Einsatz sein werden.Click To Tweet

 

 

 

Die Verbreitung von digitalen Assistenten schreitet im rasanten Tempo voran. Das Forschungsunternehmen Juniper Research geht davon aus, dass bis 2023 acht Milliarden Geräte im Einsatz sein werden. Der Umsatz, der mit Hilfe von Sprachassistenten generiert werden kann, steigt ebenfalls rasant an. 2023 sollen rund 80 Milliarden Dollar in diesem Bereich erwirtschaftet werden.

 

Sprachassistenten-Nutzer sind somit eine kaufkräftige Zielgruppe, die für Unternehmen stetig an Bedeutung gewinnt und in der Marketingkommunikation nicht vernachlässigt werden sollte.

 

Dieser Beitrag zeigt Ihnen drei wichtige Veränderungen, die Sie im Blick behalten müssen, um für die Nutzung von Sprachassistenten in der Marketingkommunikation gerüstet zu sein.

 

 

 

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Sind Sprachassistenten das richtige Kommunikationsmittel für Ihr Unternehmen?

 

Im Vorfeld sollten Sie klären, ob dieses Kommunikationsmittel für Sie von Bedeutung ist. Zwar wächst der Markt für Sprachassistenten kontinuierlich, jedoch sind Sprachassistenten nicht für jeden Anwendungsfall geeignet.

 

Sie müssen sich die Frage stellen, welche Funktionen Sie im Marketing besser mit Hilfe von Sprachassistenten anbieten können. Bei Ihrer Beurteilung sollte der Kundennutzen im Vordergrund stehen. Ein Sprachassistent eignet sich beispielsweise hervorragend, um Nutzer über ein bestimmtes Thema zu informieren und sich als Experte in Ihrer Branche zu positionieren.

 

Zum Beantworten von sehr spezifischen Fragen oder der Bearbeitung von Beschwerden sind hingegen die Mitarbeiter im Kundenservice die bessere Wahl. Machen Sie daher zu Beginn eine Liste mit möglichen Anwendungsfällen. Sollten Sie zu dem Entschluss kommen, dass Sprachassistenten für keinen der Anwendungsfälle die bestmögliche Option sind, dann fokussieren Sie sich lieber auf andere Kommunikationskanäle.

 

Sollten Sie jedoch zum Ergebnis kommen, dass dieser Kommunikationskanal für Sie geeignet ist, sollten Sie auf folgende Veränderungen vorbereitet sein:

 

 

 

Relevanz der organischen Suchergebnisse

 

Ranking auf den ersten Plätzen in der Google Suche sind für Marketing Manager schon seit Jahren eine beliebte Maßnahme, um organischen Traffic auf die eigene Website zu lenken. Seit einiger Zeit hat Google jedoch begonnen, „Featured Snippets“ anzuzeigen. Diese werden vor den eigentlichen Suchergebnissen in einer Box angezeigt und stellen eine kurze Antwort auf die Suchanfrage dar. Dieser Content wird auch für die Suchergebnisse der Sprachsuche verwendet.

 

Bei der Sprachsuche reicht es daher nicht mehr auf der ersten Seite der Suchergebnisse zu sein. Es wird lediglich das oberste Suchergebnis vorgelesen. Damit werden alle weiteren Rankings wertlos. Marketing Manager müssen sich über diese Veränderung bewusst sein und gezielt Content produzieren, der über die Sprachsuche als Featured Snippet gefunden wird.

 

 

 

Umdenken in der Content-Erstellung

 

Das Suchverhalten der Nutzer beim Verwenden eines Sprachassistenten unterscheidet sich von dem der Browsersuche. So tendieren Nutzer mit der Sprachsuche beispielsweise zu längeren Suchanfragen, die in einer vollständigen Frage gestellt werden anstatt nur einige Schlüsselbegriffe zu nutzen.

 

Dieses veränderte Suchverhalten benötigt ein Umdenken in der Content-Erstellung. Unternehmen müssen sich gezielter Gedanken machen, welche Probleme und Fragen ein Nutzer haben kann, wenn er sich an einen Sprachassistenten wendet und in welchen Situationen diese Fragen auftreten.

 

Ein Beispiel bietet der Alexa Skill des Hundefutterherstellers Purina. Hundebesitzer und alle, die es werden wollen, können Alexa über diesen Skill Fragen zur richtigen Haltung oder der Auswahl einer passenden Hunderasse stellen. Die Fragen gehen dabei weit über das Thema Hundefutter hinaus und sind darauf ausgelegt, Hundeliebhabern als umfassende Informationsquelle zu dienen.

 

 

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Personalisierte Kommunikation

 

Die Nutzung von Sprachassistenten ermöglicht es, detaillierte Informationen über den Kontext einer Suchanfrage zu erhalten. Sie können zum Beispiel sehen, ob ein Nutzer eine Frage zuhause, im Auto oder auf einem Spaziergang stellt und die Antworten an die entsprechende Situation anpassen.

 

 

Sprachassistenten in der Marketingkommunikation 💬🤖Click To Tweet

 

 

Außerdem können Sprachassistenten anhand der Stimme erkennen, welcher Nutzer eine Frage stellt. Dies ermöglicht es, vorherige Suchanfragen und Vorlieben zu berücksichtigen. In der Marketingkommunikation kann dies verwendet werden, um Nutzern gezielt Informationen und Angebote zu machen, die seinem bisherigen Verhalten entsprechen.

 

 

Außerdem ermöglichen Sprachassistenten in der Marketingkommunikation einen natürlichen Gesprächsverlauf. Der Nutzer kann seine Anfragen wie in einer Unterhaltung als vollständige Fragen stellen und erhält hierauf eine Antwort. Dies vermittelt viel stärker das Gefühl einer persönlichen Unterhaltung und verbessert das Nutzererlebnis.

 

 

 

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