8 Mythen über Chatbots & Künstliche Intelligenz

 

Mit dem Hype um das Thema Chatbots beginnt auch die Gerüchteküche zu brodeln. Von Aussagen wie „Du kannst einen Bot innerhalb einer Stunde bauen” bis hin zu „Chatbots werden für den Abbau vieler Arbeitsplätze verantwortlich sein” haben wir schon alles gehört.

 

In diesem Artikel wollen wir mit den verbreitetsten Mythen über Chatbots und Künstliche Intelligenz aufräumen, damit du in Zukunft bei den Themen Chatbots, AI und Co gut informiert mitreden kannst.

 

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1. Chatbots gibt es erst seit kurzer Zeit.

Sagt dir der Name ELIZA noch etwas? ELIZA ist einer der bekanntesten Chatbot-Therapeuten, mit dem du dich über deine Probleme austauschen kannst – und wurde bereits vor rund 50 Jahren entwickelt.

 

Im Jahr 2010 macht der virtuelle Apple-Assistent Siri Schlagzeilen, gefolgt von weiteren Assistenten wie Google Assistant oder Cortana. Heute gehören sie und viele weitere Bots zum Alltag, eine neue Erfindung sind sie allerdings nicht. Hier kannst du mehr über die Geschichte und Entwicklung von Chatbots lesen.

 

 

2. Nur große Unternehmen setzen Chatbots und AI ein.

Im täglichen Leben kommt AI bereits in vielen Bereichen zum Einsatz. Sei es die aktuelle Wettervorhersage oder eine Warnmeldung deiner Bank über einen Betrugsverdacht. Alles Anwendungen, bei denen eine künstliche Intelligenz zum Einsatz kommt.

 

AI-Tools gibt es mittlerweile für die unterschiedlichsten Anwendungen. Chatbots werden ebenfalls immer beliebter, sei es als virtueller Assistent in deinem Smartphone oder als Bot, der in der Unternehmenskommunikation verwendet wird.

 

Es sind jedoch nicht nur große Unternehmen, die Chatbots und AI nutzen. Es gibt mittlerweile zahlreiche Tools und Anbieter, die den Einsatz für kleine Unternehmen erschwinglich machen. Hier findest du zum Beispiel eine Übersicht mit kostenlosen Tools zum Erstellen von Chatbots.

 

 

3. Ein Chatbot ist schnell gebaut.

Zwar mag es einfach sein, einen Bot eben mal aufzusetzen, ob dieser Chatbot dann allerdings wirklich die Probleme deiner Kunden löst und nutzerfreundlich ist, ist ein ganz anderes Thema.

 

Die Umsetzung eines erfolgreichen Chatbot-Projekts benötigt im Vorfeld viel Planung und Recherche. Du musst dir zunächst über die Bedürfnisse deiner Zielgruppe Gedanken machen und festlegen, für welche Funktionen du deinem Chatbot zuteilen willst. Ist der Chatbot erstmal erstellt, geht es dann ans Marketing (siehe Artikel zur Chatbot-Vermarktung). Wie du siehst, eine Menge Aufgaben, an die gedacht werden muss.

 

Solltest du Hilfe bei der Umsetzung benötigen kannst dich auch gerne an uns wenden. Unsere Chatbot Lösung baut auf einer strukturierten Entwicklung deines individuellen Chatbots auf.

 

 

4. Chatbots eignen sich nur für den Kundenservice.

Das Beantworten von Kundenanfragen ist mit Sicherheit das bekannteste Beispiel für den Einsatz von Bots. Doch Chatbots sind nicht auf den Kundenservice begrenzt.

 

So erfährst du zum Beispiel in einem unserer vorherigen Artikel, wie du Chatbots für deine Events einsetzen kannst. Weitere Anwendungsbeispiele aus den Bereichen wie Sales oder HR findest du auch in diesem Artikel.

 

 

 

5. Chatbots ersetzen Arbeitsplätze.

Eine häufige Befürchtung ist, dass Chatbots und AI die Arbeit vieler Menschen überflüssig machen. Was allerdings dabei kaum berücksichtigt wird: Sie sorgen gleichzeitig auch dafür, dass neue Arbeitsplätze entstehen.

 

Zusätzlich können Chatbots und AI-Tools den Mitarbeitern viele eintönige und oft zeitintensive Aufgaben abnehmen. Das schafft ihnen mehr Zeit, um sich mit den wirklich wichtigen Aufgaben zu beschäftigen. Die Arbeitsplätze und Aufgaben werden sich durch den Einsatz von Chatbots und AI definitiv verändern. Überflüssig wird die menschliche Arbeitskraft jedoch nicht. Chatbots und AI sind somit eher eine Ergänzung als ein Ersatz der Mitarbeiter.

 

 

 

6. Alle Bots verwenden AI.

Chatbot benötigen nicht zwangsläufig eine AI. Generell gibt es zwei verschiedene Arten von Chatbots: regelbasiert und AI-basiert. Bei einem regelbasierten Chatbot werden bestimmte Regeln zuvor definiert. Das heißt, wenn ein Nutzer Frage x stellt, wird der Chatbot Antwort y geben. AI-basierte Bots lernen hingegen selbstständig und können Antworten basierend auf dem Gelernten anpassen.

 

Ein weiterer Begriff, der in diesem Zusammenhang immer wieder auftaucht ist: Natural Language Processing (NLP). NLP ist ein Teilbereich der AI und ermöglicht dem Chatbot das Verstehen der Spracheingabe durch die Analyse des Kontexts. Chatbots, die kein NLP verwenden, sind keyword-basiert. Das heißt sie durchsuchen die Eingaben anhand einer festgelegten Begriffsliste und nutzen diese zur Auswahl der passenden Antwort.

 

 

 

7. Roboter und AI sind das Gleiche.

Wenn wir uns mit einem Chatbot unterhalten, fällt es uns in der Regel leichter, wenn wir uns einen menschenähnlichen Roboter am anderen Ende des Chatfensters vorstellen. Roboter und AI sind jedoch zwei unterschiedliche Dinge.

 

Roboter sind programmierbare Maschinen. AI bezeichnet hingegen ein Programm, dass Algorithmen verwendet, um Aufgaben zu erledigen, die normalerweise menschliche Intelligenz benötigen. Natürlich gibt es auch Roboter, die mit AI ausgestattet sind. Einen „Körper” benötigt die AI jedoch nicht zwingend.

 

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8. AI hat ein Bewusstsein.

Für manche Nutzer mag es ungewohnt oder erschreckend sein, sich mit einer künstlichen Intelligenz zu unterhalten. Zahlreiche Filme wie “AI”, „Her“ oder “I, Robot” kreieren Szenarien von Robotern mit einem Bewusstsein, die im schlimmsten Fall die Welt beherrschen wollen.

 

Was eine überaus spannende Story für einen Hollywood-Streifen ist, hat mit der Realität jedoch recht wenig zu tun. Eine AI, die über eine Bewusstsein verfügt, existiert bisher nicht und ist auch in der nahen Zukunft eher unwahrscheinlich, wenn man führenden AI-Wissenschaftlern glauben will.

 

 

 

 

About the Author:

Stephanie is Digital Marketing Manager at Onlim. She holds a degree in International Economics & Business and her interests lie particularly within social media, content marketing, startups, new developments and everything that's happening online.